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Krypto-Betrug: Was tun?

Vier Schritte, in dieser Reihenfolge: aufhören zu zahlen, Belege sichern, Anzeige erstatten, Zahlungswege feststellen lassen. Der zweite Schritt ist der zeitkritischste, weil die Plattform mitsamt Ihren Nachweisen verschwinden kann.

1. Aufhören zu zahlen

Das klingt selbstverständlich und ist es nicht. Der Druck zur nächsten Zahlung ist Teil der Masche: Vor der Auszahlung sei noch eine „Steuer“ fällig, eine „Freischaltgebühr“, eine „Compliance-Prüfung“. Diese Forderungen enden nicht, sie wachsen.

Kein legitimer Handelsplatz verlangt eine Überweisung, damit Sie an Ihr eigenes Guthaben kommen. Und Steuern werden nie vom Anbieter vorab kassiert — schon gar nicht in Kryptowährung an eine Adresse.

2. Belege sichern — jetzt, nicht später

Der zeitkritischste Schritt. Betrügerische Plattformen verschwinden, und mit ihnen das Dashboard, der Chatverlauf und die Übersicht Ihrer Zahlungen.

3. Anzeige bei der Polizei

Unabhängig davon, wie gering die Aussichten erscheinen. Der Grund ist nüchtern: Handelsplätze erteilen Auskunft über Kontoinhaber ausschließlich Behörden, und nur Ermittlungsbehörden können eine Sicherung veranlassen. Ohne Anzeige gibt es diesen Weg nicht.

Nehmen Sie die gesicherten Angaben mit. Eine Anzeige, die konkrete Transaktionskennungen und Adressen nennt, ist für die Ermittlung etwas anderes als eine Schilderung aus der Erinnerung.

4. Zahlungswege feststellen lassen

Erst danach wird eine forensische Auswertung sinnvoll. Sie stellt fest, über welche Stationen die Zahlung lief und wo jeder Teilbetrag geblieben ist — unbewegt, bei einem benannten Dienst, über eine Brücke abgeflossen oder in einer Mischtransaktion verloren. Was daraus folgt, steht unter Bekomme ich mein Geld zurück?

Der häufigste Fehler danach

Die zweite Welle. Wer gerade Geld verloren hat, ist ein verlässlich auffindbares Publikum in einer Lage, in der Prüfbereitschaft gering und Hoffnung groß ist. Entsprechend viele Angebote richten sich genau dorthin — Rückholdienste, „Recovery“-Firmen, angebliche Ermittler, teils mit den Daten aus dem ersten Fall.

Wer gegen Vorkasse eine Rückholung verspricht, handelt mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst betrügerisch. Woran sich seriöse Hilfe erkennen lässt, steht unter Wer ist der beste Krypto-Experte?

Wenn Sie selbst betroffen sind: Über das Formular auf der Startseite können Sie Ihren Fall melden. Sie brauchen dafür weder Namen noch E-Mail-Adresse, ein selbstgewähltes Kennwort genügt. Was danach passiert, steht unter „Ablauf“.

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