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Wie lange muss ich Bitcoin halten, um keine Steuern zu zahlen?

Für Privatpersonen gilt in Deutschland eine Jahresfrist. Die Einzelheiten sind allerdings weniger einfach, als die Zahl vermuten lässt.

Keine Steuerberatung. Dieser Beitrag ist allgemeine Information und keine Beratung im Einzelfall. Steuerliche Beratung ist den steuerberatenden Berufen vorbehalten (Steuerberatungsgesetz). Für Ihre konkrete Lage wenden Sie sich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Stand: Oktober 2026.

Die Grundregel

Für Privatpersonen werden Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten in Deutschland als privates Veräußerungsgeschäft behandelt (§ 23 EStG). Liegen zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr, bleibt der Gewinn grundsätzlich steuerfrei. Innerhalb der Jahresfrist ist er steuerpflichtig, wobei eine Freigrenze gilt — wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn zu versteuern, nicht nur der übersteigende Teil.

Der Bundesfinanzhof hat 2023 bestätigt, dass Gewinne aus Kryptowerten unter diese Vorschrift fallen.

Wo es weniger einfach wird

Was für Betroffene von Betrug wichtig ist: Ein Verlust aus einem Betrugsfall ist steuerlich etwas anderes als ein Veräußerungsverlust. Ob und wie er sich geltend machen lässt, ist eine Frage des Einzelfalls — und genau dafür ist eine steuerberatende Stelle zuständig.

Was Sie aufbewahren sollten

Unabhängig von der steuerlichen Beurteilung gilt: Dokumentieren Sie Kauf- und Verkaufszeitpunkte, Beträge, Kurse und die Transaktionskennungen. Diese Angaben lassen sich später nicht rekonstruieren, wenn der Zugang zu einer Plattform verloren geht — und sie sind auch die Grundlage jeder forensischen Untersuchung, falls aus dem Fall einmal ein Betrugsfall wird.

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