Kann KI Bitcoin hacken?
Kurz: nein. Die ausführliche Antwort erklärt, warum — und warum die eigentliche Angriffsfläche trotzdem größer geworden ist.
Die kurze Antwort
Nein. KI ist ein Verfahren zur Mustererkennung und Texterzeugung. Sie beschleunigt das Durchprobieren kryptografischer Schlüssel nicht in einer Größenordnung, die praktisch relevant wäre.
Die Zahlen dahinter sind schwer vorstellbar: Ein privater Bitcoin-Schlüssel ist eine von etwa 2²⁵⁶ Möglichkeiten. Diese Zahl ist so groß, dass es unerheblich ist, ob man eine Milliarde Versuche pro Sekunde macht oder eine Billion — die Suche endet in beiden Fällen nicht innerhalb der Lebensdauer des Universums. Da es kein Muster gibt, das sich erlernen ließe, hilft maschinelles Lernen hier nicht.
Was mit Quantencomputern ist
Das ist eine andere Frage, und sie ist berechtigt — aber sie betrifft nicht KI. Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte das Verfahren angreifen, mit dem aus einem privaten Schlüssel ein öffentlicher abgeleitet wird.
Maschinen dieser Größe existieren derzeit nicht, und der Abstand zum Notwendigen ist erheblich. Parallel wird an Verfahren gearbeitet, die auch dagegen bestehen. Für die Fälle, um die es auf dieser Seite geht, spielt das keine Rolle: Dort wurde nichts gebrochen, sondern überwiesen.
Wo das Risiko tatsächlich liegt
Praktisch jeder Verlust, der uns begegnet, hat eine von drei Ursachen — und keine davon ist ein gebrochener Schlüssel:
- Die Wiederherstellungsphrase wurde herausgegeben. An einen „Support“, eine „Wallet-Prüfung“, ein Formular. Wer sie hat, hat das Guthaben — ohne jeden Angriff.
- Es wurde freiwillig überwiesen. Auf Grundlage einer Täuschung. Die Blockchain verzeichnet eine ganz gewöhnliche, gültige Zahlung.
- Ein Dienst wurde kompromittiert. Nicht Bitcoin selbst, sondern ein Handelsplatz oder eine Anwendung, bei der Guthaben lag.
Was sich durch KI real verändert hat, steht unter Warum ist KI eine Gefahr für Kryptowährungen?